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Aufgeklappter Laptop von oben, der auf einer grünen Wiese steht.

Green IT: Wie Unternehmen mehr Nachhaltigkeit in ihre IT-Landschaft bringen

Computer, Smartphones, Server – sie alle verbrauchen große Mengen an Ressourcen und Energie. Für Unternehmen hat das nicht nur finanzielle Auswirkungen, auch die Umwelt wird nachhaltig beeinträchtigt. Deshalb geht der Trend immer mehr zur Green IT: zur „grünen“ Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). Sie umfasst alle umweltverträglichen Dienstleistungen sowie Produkte, die von der Herstellung über den Betrieb bis zur Entsorgung möglichst geringe Auswirkungen auf die Umwelt haben. Wo die Herausforderungen liegen und welche Möglichkeiten Unternehmen haben, ihren Ressourcenverbrauch zu senken, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Steigender Ressourcenverbrauch durch Digitalisierung

Mehr als die Hälfte deutscher Arbeitnehmer benötigt für ihre Arbeit einen Computer – Tendenz steigend. Im Banken- und Versicherungssektor haben sogar knapp 90 Prozent der festen Mitarbeiter einen Computer. Diese Geräte enthalten teils wertvolle Rohstoffe und brauchen Strom. Außerdem sind Server zur Datenspeicherung nötig, die wiederum aufwendig gekühlt werden müssen. Der anteilige Stromverbrauch der IKT lag im Jahr 2014 in Deutschland bereits bei acht Prozent. Bis 2025 erwartet das Bundesministerium für Umwelt eine Steigerung um mehr als 60 Prozent.

Die Notwendigkeit von Green IT in Unternehmen

Auf der anderen Seite spielt angesichts des Klimawandels das Thema Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle – auch in Unternehmen. In diesem Rahmen ist Green IT von zentraler Bedeutung. Die Idee hatte bereits in den 1990er Jahren ihren Ursprung in den USA, doch erst seit den 2000er Jahren interessiert sich die breite Öffentlichkeit für ressourcenschonende Geräte und Prozesse. Experten schätzen, dass die IKT heute für 3,7 Prozent der CO2-Emissionen weltweit verantwortlich ist. Angesichts der fortwährenden Digitalisierung werden der Energieverbrauch und damit auch der CO2-Ausstoß weiter steigen. Ohne Green IT könnte die IKT sogar schädlicher für das Klima werden als der weltweite Luftverkehr. Es ist daher an der Zeit, zu handeln.

Nachhaltigkeit im Unternehmen fördern

Um den Ressourcenverbrauch zu senken, haben Unternehmen eine Vielzahl an Möglichkeiten.

Serverstrukturen virtualisieren

Gerade kleinere Unternehmen haben ihre IT-Infrastruktur nach und nach aufgebaut. Es fehlt daher oftmals an einer effizienten Architektur, bei der die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt sind. Um hier Ressourcen einzusparen, können Unternehmen ihre Serverstrukturen virtualisieren. Dabei werden einzelne Server auf einem leistungsstarken Server zusammengefasst. Einzelne Komponenten wie Kühlung, Arbeitsspeicher oder CPU benötigen nur jeweils einmal Energie, wodurch der Stromverbrauch sinkt. Die System-Performance bleibt jedoch hoch.

Computerserver an dem eine Hand arbeitet
Green IT steht unter anderem für umweltschonende Hard- und Software, doch mit der zunehmenden Digitalisierung steigt auch der weltweite Ressourcenverbrauch.

Freie Kapazitäten für automatisierte Prozesse nutzen

Einige IT-Prozesse wie Backups lassen sich automatisieren. Für die Durchführung können die IT-Abteilungen Zeitfenster wählen, in denen die Server und PCs der Angestellten über freie Kapazitäten verfügen, beispielsweise in der Mittagspause oder am späteren Abend, wenn weniger Mitarbeiter an ihren Computern arbeiten. Über Nacht können die Geräte dann ausgeschaltet bleiben.

Software und Hardware bedarfsgerecht einsetzen

Bei Software und Hardware ist technologisch einiges möglich. Doch nicht jedes Unternehmen und jeder Mitarbeiter benötigt viele der neuen Hard- und Softwarekomponenten. Ausschlaggebend sind die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse sowie die Frage: Welche technischen Spezifikationen genügen für diesen Arbeitsplatz?

Passende Drucker auswählen

Um Kosten und Energie zu sparen, können Unternehmen ihre Druckerlandschaft neu strukturieren. Ein Gemeinschaftsdrucker, der auf dem Gang oder in einem separaten Raum eingerichtet wird, kann z.B. mehrere individuelle Arbeitsplatzdrucker ersetzen – ganz im Sinne der Sharing Economy. Mit einem Multifunktionsgerät können die Angestellten zusätzlich Dokumente kopieren und scannen. Umgekehrt sind viele große A3-Kopierer oft völlig überdimensioniert und ließen sich idealerweise durch kleinere Zentral- oder Arbeitsplatzgeräte – je nach den individuellen Anforderungen – ersetzen. Im Hinblick auf die Technologie lässt sich außerdem der Stromverbrauch senken: Tintenstrahldrucker verbrauchen durchschnittlich nur 10 bis 20 Watt, Laserdrucker dagegen 300 bis 400 Watt. Um die Umweltbelastung zusätzlich zu reduzieren, sollten Unternehmen die leeren Tintenpatronen und Tonerkartuschen zum Recycling bzw. der Wiederaufbereitung geben.

Alte Geräte recyceln und ordnungsgemäß entsorgen

Wenn ältere Hardware nicht mehr die notwendigen Anforderungen erfüllt, können Unternehmen den Geräten ein zweites Leben schenken. Professionelle Dienstleister bereiten die Computer auf und verkaufen sie als gebrauchte Modelle weiter oder spenden sie an gemeinnützige Organisationen. Da PCs, Notebooks und Smartphones viele wertvolle und seltene Rohstoffe wie Gold, Silber oder Kupfer enthalten, sollten sie fachgerecht entsorgt werden. Auch hierfür gibt es spezielle Sammelstellen wie Wertstoff- und Recyclinghöfe.

Auf Umweltzertifizierungen für Produkte achten

Sollen neue Computer oder Drucker angeschafft werden, lohnt sich ein Blick auf die Umweltsiegel der Produkte. Der Blaue Engel ist eine der bekanntesten Zertifizierungen. Bei den Vergabekriterien spielen auch die Recyclingfähigkeit und Nutzungsdauer eine Rolle, damit die Umweltbelastung so gering wie möglich bleibt. Das EU-Energielabel eines Geräts gibt über den Energieverbrauch Auskunft. Die beste Klasse ist A+++ und zeichnet sich durch einen geringen Stromverbrauch aus. Beim EU-Umweltzeichen ist der ganzheitliche Aspekt der Umweltfreundlichkeit von Bedeutung. Produkte erhalten diese Auszeichnung, wenn sie die Umwelt im Vergleich zu ähnlichen Geräten weniger belasten.

Von Green IT zu „Green through IT“

Eine weitere Möglichkeit, um im Unternehmen Energie zu sparen, liegt im Konzept „Green through IT“. Die IT ersetzt andere ressourcenintensive Prozesse: Beispielsweise können Mitarbeiter Videokonferenzen durchführen, anstatt mit dem Auto oder Flugzeug zum Kunden zu reisen. Diese Vorgehensweise spart nicht nur Kosten und Zeit, sondern reduziert auch die CO2-Emissionen. Hier kommt es auf ein gelungenes Zusammenspiel zwischen IT und ressourcenschonenden Geschäftsprozessen an.

Green IT bietet für Unternehmen nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische Vorteile: Sie schont die Ressourcen und senkt Kosten für Energie sowie Verbrauchsmaterialien. Unternehmen tun damit zugleich etwas Gutes für die Umwelt. Brother engagiert sich seit vielen Jahren für Nachhaltigkeit und Umweltschutz: Erfahren Sie mehr über die nachhaltigen Initiativen von Brother. 

 

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