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Trend-Monitor: Diese Start-ups bringen die Digitalisierung in Deutschland voran

Im Vergleich zu anderen Ländern hinkt Deutschland bei der Digitalisierung hinterher. Ob Industrie, Medizin oder Einzelhandel – viele Unternehmen tun sich schwer mit Cloud-Lösungen, Künstlicher Intelligenz, Internet of Things (IoT) und Machine Learning. Dabei bieten diese neuen Technologien jede Menge Möglichkeiten, um Arbeitsprozesse zu automatisieren und effizienter zu gestalten. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen drei junge Unternehmen aus der High-Tech-Branche vor, die mit ihren digitalen Produkten die Digitalisierung in Deutschland voranbringen.

Mögliche Wege zur Digitalisierung

Noch zu wenige Unternehmen in Deutschland entwickeln aktiv Lösungen für die Digitalisierung ihrer Prozesse. Laut dem aktuellen Index für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft der Europäischen Kommission liegt Deutschland beim digitalen Wandel nur auf Platz 12 von 28 unter den EU-Ländern. An der Spitze stehen die skandinavischen Länder. 
Hierzulande setzen Konzerne, beispielsweise in der Industrie oder in der Automobilbranche, auf die Kooperation mit Start-ups aus dem Technologiebereich. So können außerhalb der manchmal festgefahrenen Strukturen eines Großbetriebs innovative Lösungen entwickelt werden.

Zudem sollte der digitale Wandel datengetrieben sein: Die Analyse einer Vielzahl von Daten ermöglicht beispielsweise Prognosen über das Nutzerverhalten auf einer Website. Darüber hinaus sollte der Fokus auf den Kundenbedürfnissen und -wünschen liegen. Die drei ausgewählten deutschen Start-ups ProGlove, aifora und Krankenhaus.de verfolgen solche Strategien und haben sich innerhalb kürzester Zeit als erfolgreiche Unternehmen etabliert.

ProGlove – der smarte Handschuh für die Industrie 4.0

Das digitale Münchner Start-up ProGlove wurde bereits 2014 gegründet und hat sich mittlerweile als Weltmarktführer für smarte Handschuhe etabliert. Die Produkte verbessern Arbeitsprozesse in der Industrie, beispielsweise in der Produktion und Fertigung, der Luftfahrt, der Logistik und der Verpackungsindustrie. Sie bringen Mensch und Maschine näher zueinander – eine Entwicklung aus dem Bereich IIoT, dem „Industrial Internet of Things“.

Versandkartons im Lager mit Versandetiketten und Barcode-Scanner
Intelligente Arbeitsgeräte helfen dabei, betriebliche Prozesse zu beschleunigen

Die Handschuhe für die Logistik sind mit Scannern auf der Handoberseite ausgestattet. So können Mitarbeiter Barcodes scannen, ohne ein zusätzliches Gerät zur Hand nehmen zu müssen. Laut Unternehmen spart das mehr als vier Sekunden pro Arbeitsschritt ein. Bei mehreren hundert Arbeitsschritten pro Tag ist das eine enorme Zeitersparnis. 

Die Modelle für die Montage sind mit Sensoren ausgestattet. Über ein optisches, akustisches oder haptisches Signal teilen sie dem Arbeiter mit, wenn er ein bestimmtes Bauteil falsch hält oder eingesetzt hat. Die smarten Handschuhe lassen sich zudem über Bluetooth mit anderen Geräten wie Tablets oder Smartwatches verbinden.

aifora – intelligente Datennutzung für den Einzelhandel

Der deutsche Einzelhandel, ob online oder offline, hat starke Konkurrenz. Die Giganten im E-Commerce wie Amazon oder Zalando können so viele Kunden für sich gewinnen, weil sie Millionen von Nutzerdaten auswerten und ihre Geschäftsstrategien nach den gewonnenen Erkenntnissen ausrichten. Die Plattform aifora möchte kleinen und mittelgroßen Einzelhändlern ähnliche Möglichkeiten zur Verfügung stellen und sie miteinander vernetzen.

Es handelt sich dabei um eine cloud-basierte Plattform zum Teilen von Daten, die mit Künstlicher Intelligenz arbeitet. Selbstlernende Algorithmen werten die anonymisierten Daten aus, wodurch Prognosen zum Kaufverhalten von Kunden möglich sind. Die Einzelhändler können daraufhin ihre Warenbestände und Preise anpassen. Die Gründer wollen mit ihrem digitalen Start-up aifora dem Einzelhandel helfen, Prozesse zu automatisieren und gewinnbringend zu wirtschaften. Übrigens: Mobile Payment bietet dem Einzelhandel ebenfalls Wachstumschancen. 

Krankenhaus.de – ein Vergleichsportal für Kliniken in Deutschland

Der digitale Wandel ergreift auch die Medizin. Ob smarte Operationssäle oder die elektronische Patientenakte – die Digitalisierung bietet viele Chancen, um Prozesse flexibler und effizienter zu gestalten. Auf der im September 2018 gestarteten eHealth-Plattform Krankenhaus.de können Nutzer Kliniken in Deutschland vergleichen, buchen und bewerten. Die beiden Gründer möchten es Patienten damit ermöglichen, aus der Vielzahl an medizinischen Einrichtungen die richtige für ihren individuellen Fall auszuwählen. Denn in Deutschland hat jeder Bürger das Recht, sein Krankenhaus frei zu wählen.

Krankenpflegerin entnimmt Barcode-Etikett aus Drucker mit Patient im Hintergrund.
Die Digitalisierung in Deutschland verändert auch die Medizin 
Die Plattform stützt sich dabei auf offizielle Qualitätsberichte der Krankenhäuser sowie Empfehlungen von Patienten. Die Nutzer können passende Kliniken anhand von Krankheitsbild, Behandlungen und Standort suchen und vergleichen. Die analysierten Kriterien in Bezug auf medizinische Maßnahmen und Hygiene umfassen etwa 45 Punkte. Hinzu kommen die Größe der Einrichtungen, die jeweiligen Fachabteilungen, behandelte Fälle sowie die Zimmerausstattung. Wer möchte, kann im gewählten Krankenhaus direkt einen Aufenthalt anfragen.

Neue Tools für den digitalen Wandel

Wer auch in Zukunft einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz haben will, muss den digitalen Wandel im Unternehmen konkret angehen. Dabei bringen nicht nur Start-ups die Digitalisierung in Deutschland voran, auch bestehende Unternehmen entwickeln digitale Tools. Sie helfen dabei, Arbeitsabläufe zu beschleunigen. So hat Brother beispielsweise eine App entwickelt, mit der Sie ganz einfach über das Smartphone oder Tablet Ihre Dokumente und Fotos ausdrucken können. 

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