Ein Mann, der vor einem Computer sitzt.

Was IT-Führungskräfte um ihren Schlaf bringt

Das kennen wir sicher alle: eine schlaflose Nacht nach einem schrecklichen Tag. Auch IT-Führungskräfte haben es nicht immer leicht. Sie müssen Menschen x-mal erklären, wie man einen Laptop einrichtet, Hackerangriffe abwehren, Datenschutzverletzungen verhindern und sich über die neusten KI-Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Um herauszufinden, was IT-Führungskräfte um den Schlaf bringt, hat Brother 1.385 von ihnen nach ihren IT-Problemen gefragt, die sie nachts umtreiben oder regelmäßig zum Lachen bringen. Einige von ihnen haben wir hier für Sie zusammengestellt. 

Kommunikationsprobleme

Manchmal verlangen Kollegen eigenartige Sachen von der IT. Das ist vielleicht ärgerlich, frustrierend oder gar lächerlich, aber mit den Jahren gewöhnt man sich daran.

Von fragwürdigen Geschäftsentscheidungen wie dem Kauf von Software, die sich nicht deinstallieren lässt, der Unterstützung veralteter Enterprise-Resource-Planning-(ERP)-Systeme und dem „genialen“ Beschluss, das Metaversum zum Mittelpunkt der Marketingstrategie zu machen, mussten die von Brother befragten IT-Führungskräfte schon so einiges erdulden. 

In unserer jüngsten Studie fragten wir IT-Entscheider nach ihren größten IT-Albträumen und erhielten zum Teil überraschende Antworten. So fotografierte zum Beispiel ein Mitarbeiter einmal eine handschriftliche Notiz, um sie als E-Mail weiterzuleiten. Ein anderer entgegnete auf die Bitte des Helpdesks, die Windows-Taste zu drücken: „Aber das ist doch nur ein Aufkleber“. Noch Fragen?

Anderswo wurde die IT gerufen, um bei der technischen Einrichtung von Geräten zu helfen, die noch gar nicht angeschlossen oder angeschaltet waren. Denn wie sagte ein Befragter so schön: „Ohne Strom läuft nun mal gar nichts!“ Wir fühlen mit ihm.

Aber Scherz beiseite, eine gute Kommunikation ist (auch) für IT-Führungskräfte das A und O, und belastende Rahmenbedingungen wie etwa schlechte Videoübertragungen oder Internetverbindungen können es noch schwerer machen, anderen zu helfen. Das führt uns direkt zu unserer nächsten Frage: Welche IT-Probleme bringt die Arbeit im Homeoffice mit sich?

Die Arbeit im Homeoffice

Da immer mehr Kollegen regelmäßig von zu Hause aus arbeiten, mussten und müssen IT-Führungskräfte all ihre Fähigkeiten zusammennehmen, um die Herausforderungen zu bewältigen, die die Arbeit im Homeoffice mit sich bringt. Trotzdem ist das manchmal gar nicht so einfach.

Ein von vielen IT-Führungskräften genanntes Problem ist die Verwendung privater Geräte in einer Nicht-Cloud-Umgebung. Sie kann vor allem dann zum Albtraum werden, wenn Mitarbeiter zwar ihre eigenen Geräte benutzen wollen, es aber ihrem Unternehmen nicht erlauben, Management- oder Sicherheitssoftware darauf zu installieren. Das sollten sie aber, denn schließlich kann man nicht alles auf einmal haben, oder?

Da hybride Arbeitsweisen aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken sind, wird es höchste Zeit, den Beschäftigten die Ausrüstung zu geben, die sie wirklich brauchen, um weiter geschützt und erfolgreich zu sein. Deshalb suchen viele IT-Führungskräfte inzwischen nach einem lösungsorientierten Ansatz, mit dem sie ihre Mitarbeiter nachhaltig unterstützen können. Zwei der Probleme, die es dabei zu lösen gilt, sind die mögliche Überlastung der Fernzugänge in Stoßzeiten und die zunehmende Gefahr von Cyberangriffen. Das macht es um so wichtiger, Fernarbeitende mit sicheren Geräten auszustatten.

Cybersicherheit und Kennwörter

Cybersicherheit ist etwas, das alle IT-Führer ständig gewährleisten müssen – von der Abwehr von Phishing-Angriffen mit möglicherweise schwerwiegenden finanziellen Folgen bis hin zur Aufgabe, Hardware wie Bürodrucker dauerhaft geschützt und online zu halten.

Vielleicht helfen auch Sie täglich die Sicherheit zu gewährleisten, die für Ihr Unternehmen so unglaublich wichtig ist. Aber auch das ist oft gar nicht so einfach. Das größte Problem, das uns die befragten IT-Führungskräfte genannt haben, ist der teilweise sorglose Umgang mit Kennwörtern – wovon auch Sie sicher ein Lied singen können. Diese Fehler scheinen Anwender immer wieder zu machen:

  • Kennwörter einfach in Textform per E-Mail zu verschicken
  • Schwache Kennwörter zu verwenden, die schon einmal geknackt wurden oder die Kennwortschutzanforderungen nicht erfüllen
  • Aufforderungen, das Kennwort zu wechseln, nicht nachzukommen oder sensible Daten falsch zu behandeln
  • Administratorenrechte anzufordern, um unnötige/nicht-arbeitsbezogene Software installieren zu können 

Mit diesen Alltagsproblemen haben zwar fast alle IT-Mitarbeiter zu kämpfen, aber die von uns befragten IT-Entscheider hatten noch größere Probleme zu lösen, die mit den zunehmenden und immer gravierender werdenden Cyberangriffen – vor allem in Form von Hacking und Ransomware –einhergehen.

So gelang es zum Beispiel Cyberkriminellen in Anhalt-Bitterfeld, die IT-Infrastruktur des ganzen Landkreises lahmzulegen. Anderswo wurden Krankenhäuser angegriffen oder Unternehmen nach Ransomware-Angriffen doppelt und dreifach erpresst.

Diese verheerenden Folgen mangelnder Cybersicherheit zeigen, wie wichtig es ist, alle Beschäftigten in dieser Hinsicht zu schulen, da sie bei der Gefahrenabwehr an vorderster Front stehen. An anderer Stelle unserer Umfrage gaben 51 % der Befragten an, dass ihr Unternehmen tatsächlich oder ihres Wissens nach keine Sicherheitsschulungen anbietet. Da sind Katastrophen geradezu vorprogrammiert.

Eine IT-Führungskraft hatte noch ein ganz anderes Problem berichtet, das Sie vielleicht zum Schmunzeln bringen (oder Ihnen Gänsehaut machen) wird: Er musste seinen Kollegen sagen, dass sie keine Kreditkartendaten online an Leute weitergeben dürfen, die sich als Microsoft-Mitarbeiter ausgeben. Argh!

Praxisbeispiele  

Manchmal sind es aber nicht nur alltägliche Probleme, die IT-Führungskräften den Schlaf rauben, sondern Ereignisse von internationaler Bedeutung. Der 44-Milliarden-Dollar-Deal von Elon Musk zur Übernahme von Twitter (jetzt „X“) war so ein Ereignis, und bahnbrechende Neuerungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) gehören ebenfalls dazu. Diese Entwicklungen erwähnten die von uns Befragten noch in diesem Zusammenhang: die Einführung von ChatGPT, die Aufnahme des Large Language Model (LLM) in Pläne zur digitalen Transformation, die zunehmenden Fähigkeiten von künstlicher Intelligenz und den immer stärker werdenden Druck von Geschäftsführern, KI möglichst über Nacht einzuführen.

Ronak Halani, Chief Operating Officer von Agile Automations, sagte: „Die rasante Entwicklung von Technologie wie KI kann ein Grund zur Sorge sein. Und welcher IT-Entscheider kennt sie nicht, die Angst, damit nicht Schritt halten zu können? Andererseits kann die ständige Ermahnung, nicht ins Hintertreffen zu geraten, auch zur Belastung werden, weil so etwas ja strategisch geplant und professionell umgesetzt werden muss. Und das geht nun mal nicht über Nacht.“

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