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Trends bei Industriedruckern: Was treibt die Nachfrage an?

Die Nachfrage nach Barcode-Etiketten ist in den vergangenen Jahren erheblich angestiegen. Das resultiert vor Allem aus einer zunehmenden Präferenz der Verbraucher für E-Commerce-Kanäle. Zusätzlich wird die Serialisierung in der Pharma-, Automobil- und Nahrungsmittelbranche weiter ausgebaut. Eine serialisierte Kennzeichnung von Produkten gewährleistet eine konsistente und transparente Lieferkette und verbessert so die Möglichkeiten der Rückverfolgung. 

 
Verbraucher erwarten heute einwandfreie Bestellverfahren mit der schnellstmöglichen Lieferzeit. Die Unternehmen in der Lieferkette sind dadurch einem enormen Druck ausgesetzt, die Genauigkeit und Lesbarkeit der Etikettierung zu gewährleisten und zeitgleich das steigende Etikettier-Volumen zu bewältigen. Strategische Investitionen in Technologien sind von entscheidender Bedeutung, um eine Verbesserung der allgemeinen Workflow-Effizienz der Unternehmen zu erreichen.
 
Der Bedarf an einer eindeutigen Produktkennzeichnung und der daraus resultierenden Serialisierung ist aufgrund des erhöhten Versand- und Empfangsvolumens größer denn je, was zu einem erneuten Anstieg der Investitionen in zuverlässige industrielle Etikettendrucker für hochvolumige Anwendungen führt.
 
VDC Research, ein führendes Unternehmen auf dem Gebiet der automatischen Identifikations- und Datenerfassungstechnologien (AIDC) schätzt, dass der Markt für industrielle Etikettendrucker bis 2025 auf 840 Mio. € ansteigen wird.  
 
Da immer mehr Kennzeichnungen mit Barcodes notwendig sind, werden die Investitionen in Industriedrucker steigen, Die Untersuchungen des VDC Research zeigen, dass die Nachfrage vor allem bei Unternehmen in den Sektoren Industrie/Produktion und Transport/Logistik besonders hoch ist.

 

Was treibt die Investitionen in Industrie-Etikettendrucker an? 

1. Der Bedarf an Barcode-Etiketten ist weltweit seit Pandemiebeginn gestiegen

Die Covid-19-Pandemie führte zu einem sprunghaften Anstieg der Online-Nachfrage Produkten jeglicher Art. Während der Pandemie haben viele Unternehmen auf eine Online-Auftragsabwicklung umgestellt und sind abhängiger von Industriedruckern für Versand und Wareneingang, Bestands- und Anlagenverwaltung sowie Kommissionier- und Packlistenanforderungen im Lager. Warenlager und Fulfillment-Center sind heute stärker ausgelastet als je zuvor. Dies macht es für Unternehmen unerlässlich, eine Bestandsaufnahme vorzunehmen, Produktbewegungen in der Lieferkette zu verfolgen und die Rückverfolgbarkeit auf der letzten Meile zu erleichtern.

In einer von VDC Research durchgeführten Umfrage, welche Etikettenarten in den jeweiligen Anwendungsumgebungen am meisten verwendet, nannten die befragten Unternehmen die folgenden Etikettentypen:

 

  • Fertigung - Fertigwarenetiketten (28%), Versandetiketten (28%), Artikel-/Produktetiketten (12%)
  • Einzelhandel - Artikel-/Produktetiketten (40%), Versandetiketten (16%), Kommissionierlisten (12%), Tickets/Anhänger (12%) 
  • Transport und Logistik - Versandetiketten (56%), Kommissionierlisten (16%), Artikel-/Produktetiketten (8%)

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Tabelle Etikettenarten nach Bereich

2. Industrie-Etikettendrucker behaupten ihre Position als die Lösung der Wahl in der industriellen Lieferkette

Großvolumige Anwendungen in der Produktion und im Vertrieb verlassen sich in hohem Maße auf Industriedrucker mit robusten Metallgehäusen und langer Lebensdauer, die in der Lage sind, langlebige und robuste Etiketten erstellen zu können. Die Gespräche des VDC Research mit Unternehmen, die bereits Industriedrucker einsetzen, zeigen, dass diese Druckerklasse ein minimales Ausfallrisiko, eine hervorragende Druckqualität (unabhängig davon, wie viele Etiketten in einem Durchgang gedruckt werden, und selbst bei schwierigen Umgebungsbedingungen) und die stärkste Gesamtperformance aufweist. Überlegungen zur Druckleistung sind wichtige Investitionsfaktoren, insbesondere in rauen Umgebungen, wie im Folgenden beschrieben:
 
  • Druckqualität - Die Qualität der Etiketten ist von größter Bedeutung. Vor allem angesichts der hohen Kosten für Rückbuchungen und anderer Bußgelder aufgrund einer minderen Lesbarkeit von Barcode-Etiketten und der damit verbundenen Fehler. Mit fortschreitender Serialisierung, der Einführung von datenintensiven Barcodes (wie GS1 DataMatrix) und dem On-Demand-Druck von variablen Informationen werden die Anforderungen an die Druckqualität immer größer.

  • Langlebigkeit des Druckers - angesichts der rauen Umgebungsbedingungen, denen die Drucker ausgesetzt sind, ist es äußerst wichtig, dass das Gehäuse des Druckers strapazierfähig ist und den äußeren Einflüssen wie Staub, Schmutz, Dreck und groben Handhabungen standhält.
 

3. Der Einsatz von Industriedruckern ist nicht auf raue Umgebungen beschränkt 

Die Etikettierungsprozesse der Einzelhändler haben sich im Zuge der Omnichannel-Strategien erheblich verändert und ihre betrieblichen und technologischen Anforderungen überarbeitet. Die Etikettierung von Paketen und Paletten, sowie die direkte Lieferung in die Filiale (DSD), die Einrichtung von Mikro-Fulfillment-Zentren und BOPIS-Optionen (Buy Online Pickup In Store) werden die Nachfrage nach Industrie-Etikettendrucker steigern. Die Anforderungen und die Mengen an gedruckten Etiketten sind in Lagerräumen so hoch wie nie zuvor. Unternehmen sind also gefordert, strategische Investitionen in industrielle Drucklösungen zu tätigen – sowohl in ihren Geschäften als auch in den Lagern. 

 

4. Mit Industrie-Etikettendruckern kann die Compliance verbessert werden 

Die gezielten Maßnahmen von Unternehmen, ihre Rückverfolgbarkeitsmaßnahmen zu verbessern und die Einhaltung der sich ständig ändernden Kunden-, Regierungs- und Branchenvorschriften zu gewährleisten (z. B. in den Bereichen Biowissenschaften sowie Lebensmittel- und Getränkeindustrie), tragen zu einer erhöhten Nachfrage und Akzeptanz von Industrie- Etikettendrucker bei. In Verbindung mit entsprechenden Software-Anwendungen werden diese Investitionen dazu beitragen, den Etikettierungsprozess zu automatisieren und damit Fehlerhäufigkeit und Verstöße gegen Vorschriften zu minimieren.

 

5. Erschwingliche Preise öffnen den Markt für eine größere Zielgruppe

Die Hersteller haben ihr Produktportfolio für Industriedrucker in den letzten Jahren erweitert und bieten nun auch Optionen im mittleren Preissegment an, wodurch eine größere Zielgruppe angesprochen werden kann. Die Anwender sind sich bewusst, dass sie für diese Art von Druckern mehr bezahlen müssen – dafür erhalten sie äußerst robuste und langlebige, speziell für den Druck von hohen Etikettenaufkommen entwickelte Geräte.

 

Industrie-Etikettendrucker sind Teil des großen Ganzen 

Mit dem Gerät an sich hat man noch keine vollständige Lösung. Statische Datenetiketten sorgen für Verwirrung und erhöhen die Fehlerquote in den hochdynamischen Produktions-/Lieferkettenumgebungen von heute. Das Risiko für fehlerhafte Etikettierung steigt mit der Nutzung von statischen Datenbanken und/oder Etikettenvorlagen, da es schwierig wird, verschiedene Versionen zu bearbeiten, verwalten und zu aktualisieren. 

Die korrekte Beschriftung ist heute für das gesamte Lieferkettenmanagement und die Rückverfolgbarkeit von entscheidender Bedeutung. Dadurch rückt die Automatisierung der Etikettierung mit zertifizierter Integration in Datenquellen (z. B. verschiedene Unternehmensanwendungssysteme) immer weiter in den Vordergrund.

Unternehmen sind daran bestrebt, ihre Lücken in der Transparenz - von der Rohstoffbeschaffung über die Produktion bis hin zum weltweiten Vertrieb - zu schließen, und führen wichtige Schritte durch, um einen besseren Einblick in die Produktbewegungen innerhalb der Lieferkette zu erhalten. Da die Standards für die Rückverfolgbarkeit branchenübergreifend immer strenger werden, steigt verstärkt die Nachfrage der Unternehmen nach dynamischen Lösungen, die sich eng in unterschiedliche Systeme integrieren lassen, um die Zusammenarbeit und Konsistenz über global verteilte Standorte hinweg zu fördern. 

Angesichts der zunehmenden Verbreitung von Industrie-Druckern erwartet das VDC Research, dass Unternehmen zunehmend nach Möglichkeiten suchen werden, um sicherzustellen, dass ihre Investitionen skalierbar sind und sich nahtlos in die Backend-Systeme integrieren lassen. Da die Lebensdauer von Industrie-Etikettendruckern oft mehr als 6 Jahre beträgt, ist die Notwendigkeit eines starken Lifecycle-Supports – einschließlich Fernverwaltungs- und Überwachungstools – eine entscheidende Voraussetzung für die Auswahl des Produktes und die Investition.

Die Globalisierung verändert die Art und Weise, wie Unternehmen Technologie-Investitionen betrachten. Unternehmen benötigen heute robuste stationäre Drucker, die den harten Bedingungen in industrieller Umgebung standhalten können, und bewerten die Optionen nach ihrer relativen Fähigkeit, Tausende von Etiketten pro Tag zu drucken. Die Erwartungen der Verbraucher an eine schnellere Lieferung werden auch den Bedarf an dynamischen, hochvolumigen Etikettendrucklösungen für die Bestandsverfolgung, die Bestandsgenauigkeit und die End-to-End-Transparenz auf der letzten Meile erhöhen. 

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