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Hand steckt einen Netzwerkstecker in einen Schaltschrank.

KNX Schaltschrank: Smart Home Installationen beschriften

Schaltschränke für Smart Home Anwendungen werden in der Regel fertig bestückt und verdrahtet auf die Baustelle geliefert. Um hier den Anschluss reibungslos durchführen zu können, ist eine komplette Dokumentation zwingende Voraussetzung, und dazu gehört auch eine gut lesbare Beschriftung der Komponenten.

Die Geschäftsräume und die Werkstatt des Smart Home Spezialisten Siwuplan sehen nicht so aus, wie man sich einen typischen Elektrobetrieb vorstellt. Einerseits werden natürlich alle Möglichkeiten, die Smart Home Installationen bieten, in dem Betrieb in Kleinmaischeid in Rheinland-Pfalz demonstriert. Vor allem fallen aber die Bildschirmarbeitsplätze auf, an denen die Planungen für die Projekte erstellt werden. „Wir konzentrieren uns im Gegensatz zu vielen anderen Betrieben voll auf die Planung von Smarthomes“, sagt Anton Siwuchin, der Siwuplan vor zwei Jahren gegründet hat: „Wir planen in der Regel zusammen mit dem Bauherrn die Funktionalitäten aller Gewerke von Licht und Beschattung über Alarmanlagen und Zutrittskontrolle bis hin zu Multimedia.“

Komplette Schaltschrankfertigung

Nachdem die Planung abgeschlossen ist, kann der Bauherr entweder ein anderes Unternehmen mit der Ausführung beauftragen, oder Siwuplan übernimmt auch noch die Installation sämtlicher Komponenten im Schaltschrank, deren Verdrahtung und die Programmierung. Die Situation auf dem Markt ist relativ komplex. „Viele Kunden wollen ein Smarthome, Elektriker wollen bzw. können es aber oft nicht umsetzen“, erklärt Siwuchin: „Diese Marktlücke können wir ausfüllen.“ Einer der Hintergründe liegt daran, dass es sehr viele Komponenten unterschiedlicher Hersteller gibt. Und bei den Elektrobetrieben fehlt oftmals einfach die Zeit, sich über Weiterbildungen in das Thema Smarthome einzuarbeiten.

„Eine Smart Home Installation ist natürlich deutlich aufwändiger als eine herkömmliche Elektroverteilung“, so Siwuchin: „Deswegen ist der Schaltschrank auch deutlich größer.“ Im Schaltschrank wird die 230-V-Installation nach Möglichkeit von den Komponenten mit Kleinspannungen und den Netzwerk-Komponenten räumlich getrennt installiert. Zur Automatisierung der meisten Gewerke im Smarthome setzt Siwuplan auf den Feldbus-Standard KNX. Zusätzlich wird in praktisch allen Fällen auch noch ein Netzwerk mit Ethernet/IP vorgesehen.

Optimale Dokumentation und Beschriftungen

„Wenn ein Schaltschrank von uns in der Werkstatt fertig bestückt und verdrahtet wird“, sagt Siwuchin, „legen wir sehr großen Wert darauf, dass alles optimal dokumentiert ist.“ Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Elektroinstallation ist es ansonsten fast nicht möglich, im Smarthome-Schaltschrank den Überblick zu behalten. Die gut lesbare und dauerhafte Beschriftung ist auch noch aus einem anderen Grund wichtig: Nur so kann der Elektriker auf der Baustelle den Schaltschrank problemlos anschließen.

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Für die Beschriftung im Schaltschrank setzt Siwuplan auf professionelle Beschriftungsgeräte wie den PT-E550WVP aus der P-touch-Serie von Brother. Das P-touch liegt durch seine ergonomische Bauweise gut in der Hand, sodass auch eine häufige Bedienung nicht anstrengend wird. Das Gerät wird mit einem Transportkoffer geliefert, der neben Platz für das Netzkabel auch Aussparungen für weitere Beschriftungskassetten bereithält. Gerade wenn in den Schaltschränken viele Beschriftungen angebracht werden müssen, hat das Gerät mit seinen smarten Funktionen Vorteile. „Wir verwenden hier die App Pro Label Tool, um die Beschriftungen auf dem Smartphone zu erstellen und anschließend über WLAN direkt auf dem P-touch auszudrucken“, erklärt Siwuchin. Die App, die alternativ auch auf einem Tablet läuft, ist sehr flexibel. Häufig verwendete Beschriftungstypen, wie Etiketten für Klemmenblöcke, Verteiler oder Patchfelder sind bereits vordefiniert. Einmal erstellte Etiketten können abgespeichert und so in zukünftigen Projekten einfach wiederverwendet werden.

Blaue und braune Kabel in einem Schaltschrank, die per Schrumpfschlauch beschriftet sind.
Mit einem Schrumpfschlauch lassen sich Kabel einfach und klar beschriften. Profis sollten darauf achten, ob das Etikett konform mit dem Standard UL224 hinsichtlich Betriebstemperatur, Betriebsspannung und Entflammbarkeit ist.

Für größere Projekte lassen sich die Beschriftungen auch vorab am PC erstellen und dann zum P-touch übertragen. „Wir arbeiten aber in der Regel mit der Smartphone-App“, so Siwuchin, der noch einen weiteren Vorteil dieses Vorgehens nennt: „Besonders effizient und schnell geht das zu zweit – ein Mitarbeiter erstellt die Etiketten auf dem Smartphone und schickt sie zum P-touch, und sein Kollege bringt die Etiketten an den richtigen Stellen an.“ Auf diese Art ist die Beschriftung auch bei einem kompletten Schaltschrank sehr zügig erledigt.

Auch für Kabel und Leitungen

Mit dem P-touch lassen sich aber nicht nur verschiedene selbstklebende Etiketten und Schilder bedrucken, sondern auch für Kabel und Leitungen gibt es elegante Lösungen. „Besonders hilfreich ist die Beschriftung von Schrumpfschläuchen, die sich ideal beispielsweise für Patchkabel an Netzwerkverteilern eignen“, zeigt sich Siwuchin begeistert. Um hier die Übersicht zu behalten, werden sowohl die Patchfelder als auch die Netzwerkkabel beschriftet. „So lässt sich auch eine komplizierte Netzwerkkonfiguration sicher aufbauen und auch im Nachhinein noch überprüfen“, erklärt Siwuchin. Die Schrumpfschläuche, die nach dem Bedrucken einfach mit einem Heißluftgebläse auf dem Kabel befestigt werden können, gibt es in verschiedenen Größen. „An den mit Kabelbindern befestigten Schildern, die manchmal scharfe Kanten haben, konnte man sich beim Hantieren im Schaltschrank leicht an den Fingern verletzten – das gehört mit den Schrumpfschläuchen der Vergangenheit an“, sagt Siwuchin: „Und natürlich nehmen die Schrumpfschläuche auch weniger Platz in Anspruch und tragen damit zur Ordnung im Schaltschrank bei.“

Müssen dünne Kabel beschriftet werden, bietet Brother auch sogenannte Flexi-Tapes an, die sich an die Form des Leiters anpassen. Die Etiketten und anderen Medien für den P-touch haben eine laminierte Schutzschicht. Da die Beschriftung auf der Unterseite erfolgt, ist der Druck wisch-, wetter- und kratzfest. Je nach Anwendungsgebiet stehen unterschiedliche Schrift- und Hintergrundfarben zur Verfügung. So entstehen Beschriftungen mit einer Breite von 6 bis 24 Millimeter.

Reibungslose Abwicklung

Wenn alle Komponenten und Leitungen fertig beschriftet sind, wird der Schaltschrank an die Baustelle geliefert. „Zusammen mit unserer Dokumentation kann dann der Elektriker vor Ort den Schaltschrank anschließen, und der Kunde kann sein Smart Home in Betrieb nehmen. „Dokumentation ist in unseren Projekten das A und O“, fasst Siwuchin zusammen: „Und die Beschriftung hat daran einen wichtigen Anteil.“

Smart Home auf Youtube

Siwuplan betreibt einen eigenen YouTube-Kanal, auf dem Anton Siwuchin wöchentlich verschiedene
Aspekte rund um das Smarthome präsentiert. Er möchte damit seinen Beitrag zur Wissensver-
mittlung und Weiterbildung in der Branche leisten. Neben Tipps zu Komponenten und Funktionen
werden auch regelmäßig Werkzeuge und Produkte vorgestellt:
https://www.youtube.com/watch?v=YJ12ydTrgfg

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