Im Warenkorb
  1. Home
  2. Blog
  3. Branchentrends
  4. 2020
  5. Tracking in der Logistik
Arbeiter in Lagerhalle druckt Versandetikett.

Tracking in der Logistik: Die Vorteile von RFID, QR- und Barcode

Schnelle Datenerfassung, einfache Nachverfolgung und hoher Nutzungskomfort – dank innovativer Erkennungs- und Tracking-Lösungen funktioniert der Warenverkehr in der Logistik effizienter denn je. Wir erklären die Technologien hinter RFID, QR-Code sowie Barcode und zeigen die Vorzüge jedes Systems.

Barcode: Die kostengünstige Allround-Lösung

Sei es im Supermarkt, in der Logistik oder im Warenlager – Strichcodes sind weder aus dem privaten noch dem beruflichen Alltag wegzudenken. Die eindimensionale Barcode-Technologie (1D Code) ist ein schon seit Jahrzehnten omnipräsentes Identifikationssystem, das mit binären Balken-Symbolen funktioniert. Es besteht aus schwarzen und weißen Streifen, zum Teil kommen noch Zahlen hinzu. Die im Barcode hinterlegten Informationen lassen sich in Sekundenschnelle abrufen, sofern das Lesegerät Sichtkontakt zu den abgebildeten Balken hat.

Lagerarbeiter druckt Versandetikett über Etikettendrucker.
Barcodes auf Versand-Etiketten sind etablierter Standard.

Mitarbeiter müssen das entsprechende Gerät in die Nähe des jeweiligen Produkts halten. Die nötige Entfernung zwischen Lesevorrichtung und Barcode beträgt – je nach Einsatzzweck – zwischen 30 Zentimetern und 5 Metern. Der Scanner des Lesegeräts erkennt und entschlüsselt die im Barcode implementierten Informationen. Dabei ist es egal, ob der Barcode auf einer kleinen Produktverpackung oder im Lager-Hochregal großformatig für Staplerfahrer angebracht ist.

Vorteile von Barcodes:

  • Technologie seit Jahrzehnten bewährt
  • Lassen sich leicht erstellen (am PC oder per Etikettensoftware)
  • Preisgünstig in der Herstellung
  • Lesegeräte sind weit verbreitet
  • Flexibel einsetzbar – von kleinen Verpackungen bis hin zu Lagerregal-Reihen

Nachteile von Barcodes:

  • Sichtkontakt muss vorhanden sein
  • Pulkerfassung ist nicht möglich
  • Funktionsprobleme bei Verschmutzungen und Beschädigungen
  • Kein Diebstahlschutz implementierbar

QR-Code: Die optische Erkennung des Digitalzeitalters

Der QR-Code ist ein seit vielen Jahren etabliertes Erkennungssystem, das beispielsweise auf Plakaten oder in Briefen zum Einsatz kommt. Die Technologie wird auch als zweidimensionaler Code (2D Code) oder Flächen-Code bezeichnet. Es handelt sich dabei um Etiketten, die den namensgebenden Quick-Response-Code abbilden. Wenn Nutzer die Abbildung mit einem Smartphone oder einem anderen Lesegerät einscannen, werden sie beispielsweise zu einer Website weitergeleitet – entsprechende Labels eignen sich gut für Produktseiten, Bedienungsanleitungen oder diverse Apps. Es geht darum, Informationen zu Konsumgütern oder sonstigen Dingen bereitzustellen. Auch zur Kennzeichnung von Waren und Paketen sind die Codes gut geeignet.

QR-Codes müssen auf einem blickdichten Material abgebildet sein. Häufig kommt Papier oder Folie zum Einsatz. Die Größe der Etiketten orientiert sich daran, wo die Codes angebracht sind und wie groß der Abstand zur Lesevorrichtung ist. Brother bietet praktische Etikettendrucker an, mit denen Kunden beliebige Codes anfertigen können.

Vorteile von QR-Codes:

  • Etiketten sind preisgünstig
  • Technologie ist etabliert
  • Mehr Informationen als bei normalen Barcodes einfügbar
  • Einfache Anfertigung am PC mithilfe eines QR-Codefonts in Word, einer Etikettensoftware oder eines Web-Dienstes
  • Hohe Verbreitung geeigneter Lesegeräte (unter anderem Smartphones)
  • Flexibler Einsatz auf beliebig großen Flächen

Nachteile von QR-Codes:

  • Sichtkontakt erforderlich
  • Keine Pulkerfassung möglich
  • Empfindlich gegenüber Verschmutzungen und Beschädigungen
  • Kein Diebstahlschutz für Produkte möglich

RFID: Die Zukunft für Echtzeit-Tracking und Pulkerfassung

Das RFID-Verfahren (Radio-Frequency-Identification) ist komplexer als die Erkennung von QR- oder Barcodes, da es Informationen via Radiowellen überträgt. Dafür wird ein Transponder benötigt, der aus Chip samt zugehöriger Antenne besteht. Da Chips wiederbeschreibbar sind, haben Kunden bei den integrierten Daten eine große Flexibilität.

Die entsprechenden Etiketten (RFID-Tags) dienen als flache Transponder, die auf einer dünnen Folie befestigt sind. Per Funk schickt der Transponder die hinterlegten Daten an ein Lesegerät, das – je nach Stärke des Signals – bis zu hundert Meter entfernt sein kann. Das ist eine wesentlich größere Entfernung als bei optisch erfassbaren Codes, bei denen die Distanz zwischen Code und Lesevorrichtung höchstens einige Meter betragen dar

RFID-Etikett auf Paket wird gescannt.
Scanvorrichtung für RFID-Etiketten

Die RFID-Features sind vielfältig. In der Industrie lassen sich RFID-Systeme beispielsweise für Zeiterfassung, Zugangskontrolle oder Inventarisierung verwenden – letzteres ist mit RFID besonders komfortabel, da sich diverse Transponder über ein Lesegerät gleichzeitig identifizieren lassen. Diese sogenannte Pulk- oder Massenerfassung spart Zeit und Geld. Auch in der Logistik hat sich die Technologie bewährt, um beispielsweise Warenbewegungen genau zu erfassen und viele Pakete auf einmal zu scannen. Im Zuge der Digitalisierung können RFID-Systeme die Produkterfassung ganzer Branchen revolutionieren.

Vorteile von RFID:

  • Kein Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger vonnöten – daher so gut wie unsichtbar zu befestigen
  • Praktisch hundertprozentige Ersterkennungsrate
  • Schneller Datenaustausch
  • Große Distanzen zwischen Transponder und Lesegerät möglich
  • Unempfindlich gegen Verschmutzungen, kleinere Beschädigungen und viele andere Umwelteinflüsse
  • Präzisere Datenerfassung als bei Barcodes möglich
  • Erfassung ist durchgängig in Echtzeit durchführbar

Nachteile von RFID:

  •  Kostenintensiver und komplexer als QR- oder Barcode-Lösungen
  • Je nach RFID-Typ empfindlich bei Metallen und Flüssigkeiten

Die Wahl des passenden Trackingsystems hängt vom Einsatzzweck ab

Bei der Wahl zwischen RFID, QR-Code und Barcode entscheidet der Einsatzzweck darüber, welches System das geeignete ist. Während die RFID-Technologie bei Pulkerfassung, Echtzeit-Tracking hochwertiger Güter und widrigen äußeren Umständen ihre Stärken ausspielt, empfehlen sich optische Codes für möglichst simple und kostengünstige Lösungen. Mit den Etikettendruckern von Brother erstellen Sie professionelle Barcodes für die Logistik einfach selbst. Außerdem können die Arbeitsprozesse in der Logistik mit dem Upgrade Barcode Utility noch effizienter gestaltet werden, indem z.B. Speditionsaufträge, oder Abliefernachweise anhand von Barcodes digital erfasst und direkt von den entsprechenden Abteilungen weiterverarbeitet werden können.

Mehr zu Kennzeichnungslösungen für Versand und Logistik

Weiter zur Kategorie Branchentrends

Ähnliche Artikel

Zurück zum Seitenanfang