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  5. Hygienische Arbeitskleidung während der Corona Pandemie
Köche arbeiten in einer Großküche.

Infektionsschutz für Mitarbeiter und Kunden: Arbeitskleidung professionell reinigen lassen

Viren und Bakterien finden sich nicht nur in unserem feuchten Atem, an Händen und Werkzeugen, sondern auch auf der Kleidung. Wollen Betriebe gerade in Zeiten des Coronavirus optimalen Schutz für ihre Kundschaft und ihr Personal, dann sollten sie die Arbeitskleidung professionell hygienisch aufbereiten lassen. 

Bei COVID-19 weist die gegenwärtige Forschungslage daraufhin, dass die Tröpfcheninfektion der Hauptübertragungsweg in der Bevölkerung ist und vermutlich auch Aerosole eine wichtige Rolle einnehmen könnten. Fälle von Kontaktübertragung durch kontaminierte Oberflächen sind zwar derzeit nicht bekannt, gerade aber im unmittelbaren Umfeld von mit SARS-CoV-2 Infizierten nicht auszuschließen. Deswegen weist auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales in seinen SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards auf die Bedeutung der Reinigung von Arbeitskleidung hin. Besonders gilt dies für Krankenhäuser, Pflegeheime und andere medizinische Einrichtungen, aber auch überall dort, wo Personal und Kunden in engen körperlichen Kontakt kommen. Etwa in Hotels und Gaststätten. So empfiehlt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA seinen Mitgliedern im Gastgewerbe bei Wiedereröffnungen nach dem Lockdown verstärkt auf die hygienische Reinigung und Aufbewahrung von Arbeitskleidung der Mitarbeitenden zu achten. 

Arbeitskleidung zu Hause waschen keine hygienisch wirksame Option

Gerade wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Ihre Arbeitskleidung selbst zu Hause waschen (müssen), darf man skeptisch sein – und das nicht, weil es sich um wenig hygienebewusste Personen handeln würde, sondern einfach, weil die Haushaltswaschmaschine nicht leisten kann, was man von einer hygienischen und desinfizierenden Reinigung erwartet. Hinzu kommt, dass wer seine Arbeitskleidung zu Hause wäscht, dies oft gemeinsam mit privater Kleidung tut – mal bei 30, 40 oder 60° Celsius. Die Hochschule Furtwangen hat im Januar 2020 die Bakterienflora von Haushaltswaschmaschinen untersucht und kam zu dem Ergebnis, dass eine Besiedlung der Maschinen mit bis zu 229 verschiedenen Bakterienstämmen nicht selten vorkommt. Dabei gelten zwischen 30 und 60 Prozent der am häufigsten gefundenen Arten als potenziell krankmachend. Ein wesentlicher Grund ist, dass die Geräte die eingestellte Temperatur von 60° C – wenn überhaupt – nicht konsistent und oft auch nur zu kurz erreichen. Insbesondere die Bereiche der Gummidichtungen, des Motors und des Einfüllfachs für Waschpulver sind Problemzonen. Bakterien und Viren werden so nicht zuverlässig abgetötet.

Arbeits- von Alltagskleidung strikt trennen

Berufsverbände und -genossenschaften sind sich der Bedeutung von Textilhygiene im Klaren. Sie stellt für Kundinnen und Kunden einen ebenso entscheidenden Schutz dar, wie für Mitarbeitende. Die BG Nahrungs- und Gaststätten empfiehlt beispielsweise Mitgliedern mit ortsveränderlichen Betriebsstätten: „Beim Umgang mit Lebensmitteln muss geeignete Arbeitsbekleidung, gegebenenfalls Schutzbekleidung getragen werden, die ausschließlich für diese Arbeiten verwendet wird. Diese Bekleidung sollte koch-/bügelfest sein“. „Arbeitskleidung muss sauber sein und regelmäßig bzw. bei Verschmutzung gewechselt werden. Abwischen der Hände an der Arbeitsbekleidung ist zu vermeiden, da sonst die Gefahr einer massenhaften Vermehrung von Keimen auf der augenscheinlich noch sauberen Bekleidung groß ist“. Für professionelles Spülpersonal gelten sogar spezielle Hygieneregeln, wie das Tragen separater Arbeitskleidung beim Umgang mit schmutzigem Geschirr und Besteck. Damit wird ausgeschlossen, dass ungewollt Saucen, Mayonnaise und unschöne Keime nach Hause getragen werden. 

Um die Gefahr einer Kontaminierung zu reduzieren, lehnt die Berufsgenossenschaft  für das Friseurhandwerk eine Reinigung der Arbeitskleidung in der heimischen Waschmaschine komplett ab. Und die Physiotherapeuten-BG für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege fordert in ihrer Broschüre „Gefährdungsbeurteilung in therapeutischen Praxen“ zumindest die separate Aufbewahrung von Arbeits- und privater Freizeitkleidung.

Physiotherapeut behandelt Patienten mit Elektroden.
Arbeitskleidung sollte schon zum Schutz der eigenen Mitarbeitenden regelmäßig professionell gereinigt werden. Besonders gilt dies natürlich dort, wo direkter Kontakt zu Kunden besteht, etwa in der Physiotherapie. 

Professionelle Textilreinigungs- und Wäschereibetriebe konsultieren

Natürlich legt man insbesondere im Gesundheitsbereich großen Wert darauf, dass möglicherweise kontaminierte Wäsche nicht zu Hause gewaschen wird. Man will keine Keime verschleppen – weder rein in den Betrieb noch raus ins heimische Umfeld. Was tun? Wenden Sie sich an ein Unternehmen der Textilreinigungs- und Wäschereibranche.

Die Kassenärztlichen Vereinigungen verweisen für ihr Geschäftsfeld klar und explizit auf Reinigungen und Wäschereien. Dort werden die möglicherweise kontaminierten Textilien desinfizierend gewaschen (60°C mit Desinfektionswaschmittelverfahren VAH-/RKI-gelistet). Will man in allen Bereichen sicherstellen, dass Kundschaft wie Belegschaft optimal vor Infektionsrisiken geschützt sind, dann geht das nur mit textilen Profis.

Die Textildienstleistungsunternehmen reduzieren mit modernen Wasch- und Reinigungsverfahren, die Zahl der Mikroorganismen und helfen so auch, einen Beitrag zur Eindämmung der Covid-19 Pandemie zu leisten. Ausgebildete Textilreinigerinnen, Textilreiniger und andere qualifizierte Mitarbeitende orientieren sich dabei an standardisierten Hygieneleitfäden und achten, von der Abholung bis zur Lieferung der sauberen Textilien, auf eine hygienische Behandlung. Professionelle Wäschereien und Textildienstleistungsunternehmen waschen und trocknen mit exakt auf einander abgestimmten Verfahren und können mit ihrer technischen Ausstattung die bestmögliche Pflege der Kleidung sicherstellen. Nicht zuletzt ist die Ausstattung von Wäschereien und Reinigungen darauf ausgelegt, auch schwierigen hygienischen Anforderungen zu entsprechen.

Win-win-win für Unternehmen, Belegschaft und Kunden

Unternehmen sind für die hygienische Arbeitsbekleidung von Mitarbeitenden verantwortlich. Unterstützung finden sie hierbei bei den textilen Reinigungsunternehmen und Wäschereien. So können sich Unternehmen auch zu Zeiten der Covid-19 Pandemie auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. 
Es ergibt sich eine Win-win-win-Situation – für Unternehmen, Mitarbeiter und die Kunden.

Um dafür Sorge zu tragen, dass eine personenbezogene Nutzung von Arbeitskleidung und persönlicher Schutzausrüstung (PSA) gewährleistet ist, können Unternehmen die Kleidung mit Hilfe von speziell geeigneten Textiletiketten kennzeichnen. 

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