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Erfolgreiches Innovationsmanagement für kleine und mittlere Unternehmen

Die Corona-Pandemie zeigt abermals: Konsequentes Innovationsmanagement ist nötig, damit Unternehmen auf den dynamischen Märkten dieser Welt bestehen. Dazu lohnt es sich, der ursprünglichen Bedeutung des Wortes „Innovation” auf den Grund zu gehen, um die große Relevanz gerade auch für kleine und mittelständische Unternehmen zu beleuchten. Wir zeigen, wie Sie Innovationen im Unternehmen am besten angehen und welche Methoden sich dazu eignen.

Was ist Innovationsmanagement?

Der ursprünglich vom lateinischen Wort „innovare“ (erneuern) stammende Begriff „Innovation“ wird heutzutage auch mit Erfindungen und neuen Ideen assoziiert. Beim Management wiederum geht es darum, Unternehmensprozesse zielgerichtet zu koordinieren, voranzutreiben und zu kontrollieren. Innovationsmanagement gilt daher als systematische Förderung und Organisation von Erneuerungsprozessen. Das Neue ist in dem Zusammenhang kein Selbstzweck, sondern muss sich an konkreten Nutzwerten orientieren:

Neue oder optimierte Produkte

Ein ausgeklügeltes Innovationsmanagement hilft dabei, Produkte oder Dienstleistungen zu entwickeln und zur Marktreife zu führen. Auch bei der Optimierung des bestehenden Angebots – etwa durch neue Funktionen – geben Innovationsprozesse den Weg vor.

Firmeninterne Erneuerung

Innovationsmanagement unterstützt Unternehmen nicht nur dabei, neue Produkte zu konzipieren oder zusätzliche Geschäftsfelder zu erschließen – auch die Firmenstruktur selbst steht permanent auf dem Prüfstand. Entsprechende Optimierungen können beispielsweise effizientere Arbeitsabläufe oder niedrigere Kosten bewirken.

Mit fünf Schritten zur Innovation

Innovationsmanagement wirkt sich auf alle Bereiche eines Unternehmens aus. Zu unterscheiden sind dabei zwei Funktionen einer Innovationskultur. Zum einen geht es darum, Strukturen zu schaffen, die Ideenfindungen fördern und stimulieren. Zum anderen stehen Innovationsprozesse im Mittelpunkt, über die Unternehmen neue Ideen verwirklichen – beispielsweise im Rahmen von Projekten. Innovationsmanagement besteht – vereinfacht gesagt – aus fünf Schritten:

  1. Analyse: Zunächst müssen Innovationspotentiale identifiziert werden. Bilden Sie den Status Quo des Unternehmens ab und definieren Sie Problemstellungen. Wichtig ist, dass alle relevanten Stakeholder in diesem Schritt involviert werden.
  2. Planung: Anschließend gilt es, Innovationsprozesse und dazugehörige Projekte zu planen.
  3. Organisation: Für eine höchstmögliche Effizienz müssen Teams und Arbeitsabläufe zur Umsetzung bestimmt werden.
  4. Führung: Die Verantwortlichen des Innovationsmanagements leiten die beteiligten Arbeitsgruppen und passen Strukturen je nach Bedarf an.
  5. Kontrolle: Innovationscontrolling analysiert regelmäßig den Fortschritt der Prozesse und achtet darauf, Ziele im Fokus zu halten.

Wichtig für kleine und mittelständische Unternehmen

Faktoren wie die Digitalisierung, Wachstumsziele und die zunehmende globale Konkurrenz sorgen für einen immer größeren Bedarf an Innovationen. Entsprechende Fortschritte entscheiden darüber, ob Unternehmen konkurrenzfähig bleiben. Daher müssen sich auch kleine und mittelständische Unternehmen für die Zukunft rüsten und eine Innovationskultur in ihren Strukturen etablieren.

Da im Vergleich zu Großkonzernen oft nur wenige Ressourcen für Innovationen verfügbar sind, unterscheiden sich die Innovationsmanagement-Methoden kleiner und mittelständischer Betriebe von denen der Big Player. Während Konzerne Innovationsmanager samt dazugehörigem Team beschäftigen, wird das Innovationsmanagement im Mittelstand oft vom gesamten Unternehmen oder einzelnen Fachabteilungen neben dem eigentlichen Tagesgeschäft vorangetrieben. Daraus ergeben sich mehrere Empfehlungen für das Innovationsmanagement im Mittelstand.

Schritt für Schritt zum Ziel

Eine wirksame Innovationskultur erfordert nicht, täglich das Rad neu zu erfinden. Vielmehr geht es darum, an den richtigen Hebeln anzusetzen und sinnvolle Neuerungen umzusetzen – nur nicht zu viel auf einmal. Zu den Innovationen können beispielsweise eine neue Website, eine zusätzliche Produktfunktion oder eine effizientere Zusammenarbeit von Abteilungen zählen. 

Vorteile des Mittelstands nutzen

Im Mittelstand sind die Belegschaften kleiner und die Wege zwischen den Abteilungen kürzer als bei Großkonzernen. Mitarbeiter kennen daher oft auch Abläufe außerhalb ihres Tätigkeitsbereichs. Entsprechend flexible und agile Arbeitsweisen lassen sich auf das Innovationsmanagement übertragen. Unternehmen können etwa temporäre Arbeitsgruppen bilden, deren Mitglieder sich aus mehreren Abteilungen zusammensetzen. So ergeben sich viele Beiträge samt wertvoller Ideen zu Innovationen – etwa für die Konzeption neuer Produkte.

Frau erklärt Mann etwas an Laptop Bildschirm im Büro.
Innovationsmanagement ist Teamarbeit

Innovationsmanagement-Methoden für den Mittelstand

Unternehmen können Innovationsmanagement auf vielerlei Arten angehen. Die folgenden Methoden haben sich in vielen Fällen bewährt:

Open Innovation

Viele Unternehmen beteiligen externe Spezialisten oder Kunden am Innovationsprozess. Das schont nicht nur die internen Ressourcen, sondern ermöglicht auch einen Blick über den Tellerrand hinaus. Experten-Feedback erweist sich bei der Entwicklung von Ideen oft als wertvoller Input.

Lead-User-Methode

Trendsetter unter den Kunden lassen sich in den Entwicklungsprozess einbinden, um bei der Ideenfindung zu helfen und zum Beispiel Prototypen zu bewerten. Die beteiligten Lead User müssen dazu neben ihren individuellen Vorlieben auch die Marktbedürfnisse im Blick behalten.

Blue-Ocean-Methode

Wenn Unternehmen auf übersättigten Märkten agieren, lohnt sich die Suche nach unberührten Bereichen ohne großen Wettbewerb – die sogenannten blauen Ozeane. Dazu bedarf es nicht zwangsläufig neuer Produkte. Optimierungen und geänderte Schwerpunkte des bisherigen Angebots können bereits reichen, um neue Kundenkreise zu erschließen. Ein Beispiel dafür ist Nintendos Spielekonsole Wii, die von der Betonung auf Leistungssteigerungen abwich und stattdessen ein innovatives Bedienkonzept einführte. 

Business Model Canvas

In dieser Methode werden alle Bereiche eines Geschäftsmodells analysiert, von Kundensegmenten, über Ressourcen, bis hin zu Schlüsselaktivitäten und Kostenstrukturen. Auf einer großen Leinwand (“Canvas”) oder in einem digitalen Tool wird für jeden Bereich der Status Quo definiert und Verbesserungsvorschläge gefunden, die in verschiedenen Teams diskutiert und weiterentwickelt werden können..

Innovationsprozesse am Beispiel der Produktentwicklung

Um Gedanken in die Tat umzusetzen, bedarf es eines konsequenten Vorgehens. Bei neuen Produkten kann dieses beispielsweise folgendermaßen aussehen: Zunächst geht es darum, Konzepte zu spezifischen Themen zu erarbeiten. Mithilfe eines Businessplans werden die vielversprechendsten Inhalte weiterverfolgt und Marktpotenziale ausgelotet. Über den anschließenden Bau von Prototypen testen Unternehmen, welche Innovationen sich für die anvisierten Anwendungsfälle eignen. Im Optimalfall führen die Experimente zur Marktreife. Abschließend besteht die Aufgabe des Marketings unter anderem darin, Kunden auf die neuen Produkte und deren Innovationen aufmerksam zu machen.

Mit Innovationskultur zum Erfolg

Innovationsmanagement zählt zum Lebenselixier jedes Unternehmens. Nur wer die richtigen Innovationsprozesse anstößt und konsequent weiterverfolgt, bleibt konkurrenzfähig – vor allem im Hinblick auf die Digitalisierung. Wie Sie auf die digitale Überholspur gelangen, zeigt Ihnen Digitalisierungsexperte Teo Pham in unserem Video-Interview.

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