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20.01.2005 - Brother mit ambitionierten Zielen

Yoshihiro_YasuiDer Bad Vilbeler Anbieter von Büromaschinen, Brother International, hat mit einem Umsatzplus von knapp 20 Prozent gegenüber 2003, auf 225 Millionen Euro, das beste Jahr seit seine Gründung abgeschlossen. Dies erklärte Geschäftsführer Lothar Harbich bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am gestrigen Mittwoch. Man habe in nahezu allen relevanten Geschäftsfeldern Marktanteile verteidigen, beziehungsweise hinzugewinnen können.

Mittelfristiges Ziel sei es nun, den Umsatz in den nächsten sieben Jahren zu verdreifachen. Die Wachstumsziele sind eingebettet in einen globalen Wachstumsplan, die so genannte "Global Vision 21". Aufsichtsratsvorsitzender und Gründerenkel, Yoshihiro Yasui, stellte das ambitionierte Programm anlässlich seines Deutschlandbesuchs vor. Danach soll der weltweite Umsatz bis 2012 ein Volumen von rund neun Milliarden Euro erreichen.

Dafür wurde in den vergangenen drei Jahren gezielt in Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen für neue Technologien investiert. Im Massenmarkt der multifunktionalen Tintendrucker verspreche man sich bereits kurzfristig ein erhebliches Wachstum. Dieser Markt hat sich im vergangenen Jahr auf gut eine Million verkaufte Geräte rund verdoppelt und Brother konnte in dem für das Unternehmen relativ neue Segment bereits gute Erfolge erzielen.

Weiteres Potential sieht Brother laut seines Aufsichtsratsvorsitzenden aber in der Erschließung ganz neuer Märkte mit neuen Technologien. So arbeite man derzeit in einem eigens dafür eingerichteten Labor an der Entwicklung neuer Netzwerk- und Projektionstechnologien.

Um die ambitionierten Wachstumsziele zu erreichen, sagte Harbich, werde man in den kommenden Jahren mehr Mitarbeiter benötigen. Bereits im vergangenen Jahr schuf Brother gegen den Trend neue Arbeitsplätze. Am Standort Bad Vilbel arbeiten derzeit rund 180 Mitarbeiter. Hinzu kommen 40 Mitarbeiter im Vertrieb, die bundesweit stationiert sind.

Beim anschließenden Besuch des japanischen Generalkonsuls in Frankfurt gab Lothar Harbich bekannt, dass Brother sich beim bevorstehenden "Deutschlandjahr in Japan" mit 50.000 Euro engagieren werde. Lothar Harbich: "Multikulturelle Kompetenz ist in einer zunehmend globalisierten Welt ein Schlüsselfaktor für Erfolg - und kultureller Austausch ein essentieller Beitrag dazu. Brother ist erfolgreich und wir möchten, dass talentierte junge Menschen sich ebenfalls durchsetzen und Erfolg haben."

Brother wurde 1908 als Reparaturwerkstatt für Nähmaschinen gegründet. Heute umfasst das Produktportfolio neben Näh- und Stickcomputern vor allem Drucker, Multifunktionsgeräte, Faxe und Beschriftungsgeräte. 2004 hat Brother weltweit mit ca. 17.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 3,3 Milliarden Euro erzielt.



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