06.02.2006 - Brother wächst zweistellig
Die Tochtergesellschaft des japanischen Elektronikkonzerns Brother konnte das abgelaufenen Geschäftsjahr zum dritten Mal in Folge mit einem Rekordergebnis abschließen. Der Umsatz stieg um 18 Prozent auf 265 Millionen Euro.
Besonders erfreulich entwickelte sich hierbei der Absatz von multifunktionalen Systemen mit Tintenstrahltechnologie: Brother konnte laut GfK seinen Marktanteil im Jahresmittel (Januar bis November) von 4,6 Prozent in 2004 auf 13,4 Prozent steigern. Nach Segmenten unterteilt, legten die Bad Vilbeler bei Multifunktionsgeräten ohne Faxfunktion von 0,6 Prozent auf 7,3 Prozent und mit Faxfunktion von 16,4 Prozent auf 34,7 Prozent zu.
Auch für das kommende Jahr strebt Brother wieder ein zweistelliges Wachstum an. Gerade wurden die Produktportfolios bei Laserdruckern und Tintensystemen ergänzt und komplettiert. "Einen zusätzlichen Wachstumsschub wollen wir in diesem Jahr mit Farblaser-Multifunktionsgeräten erzielen", sagt Brother-Geschäftsführer Lothar Harbich, "ein Markt der insgesamt noch sehr neu ist und damit großes Potential bietet." Erst im vergangenen November hat Brother seine ersten Farblaser-Multifunktionsgeräte vorgestellt und 'die ersten Abverkaufszahlen stimmen uns mehr als optimistisch", so Harbich weiter.
Das Wachstum von über 30 Prozent innerhalb der vergangenen beiden Jahre ist Teil eines ehrgeizigen Planes, den Umsatz, gemessen an 2002, bis zum Jahr 2012 zu verdreifachen. Weltweit strebt Brother einen Anstieg von 3 Milliarden US-Dollar auf dann 10 Milliarden US-Dollar an. Damit verbunden ist eine sukzessive Erweiterung der Geschäftsfelder. Während heute der Großteil des Umsatzes aus dem Verkauf von Büromaschinen und P-touch Beschriftungsgeräten generiert wird, sollen in den nächsten Jahren neue Technologien hinzukommen. Dazu wurde 2002 eigens die Forschungsabteilung NID (Network und Imaging Devices) gegründet. Als eines der ersten Ergebnisse hat Brother eine neue Netzwerktechnologie angekündigt, die es ermöglichen soll, ganz auf den Aufbau von Server-Client Infrastrukturen zu verzichten und damit die Investitionen in Datennetzwerke um ein Vielfaches zu reduzieren. In Japan soll demnächst das so genannte "Content Delivery per Grid System (kurz CDG-System)", in einem Feldversuch getestet werden. Auf der vergangen Weltausstellung in Japan zeigte Brother bereits den Prototypen eines neuartigen Projektors, an dem die Brother-Entwickler ebenfalls arbeiten.
Brother beschäftigt in Deutschland mehr als 200 Mitarbeiter und vertreibt neben Druckern und Multifunktionsgeräten auch Faxgeräte, P-touch Beschriftungssysteme sowie Näh- und Stickmaschinen.
